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Fachlicher Austausch und regionale Vernetzung: Rückblick auf das Netzwerktreffen Gartentherapie Nord in Ganderkesee

Das „Netzwerk Garten Therapie Nord“ traf sich im Umweltzentrum Hollen zu einem fundierten Fachaustausch. Im Fokus standen die Professionalisierung der gartentherapeutischen Arbeit, die methodische Reflexion sowie die Stärkung regionaler Synergien unter Anerkennung der IGGT-Qualitätsstandards.

Am 18. April kamen insgesamt 18 Fachkräfte für Gartentherapie und naturgestütztes Wohlbefinden im diversen Gelände des Umweltzentrums Hollen (Ganderkesee) zusammen. Ziel der Veranstaltung war es, den Transfer von Best-Practice-Beispielen zu fördern und die fachliche Identität innerhalb der Region zu festigen.

Professionalisierung durch Best Practice

Den Auftakt bildete eine fundierte Vorstellung der Arbeitsplatzbeschreibungen durch das Organisationsteam, vertreten durch Jaane Kubiak und Grit Härtel. Die detaillierte Darstellung der strukturellen Rahmenbedingungen ihrer Tätigkeit bot eine wichtige Grundlage für den anschließenden fachlichen Diskurs über die Implementierung gartentherapeutischer Angebote in verschiedenen Institutionen.

Die Anerkennung des Treffens durch die Internationale Gesellschaft für Gartentherapie (IGGT) unterstrich dabei den hohen Qualitätsanspruch und die fachliche Fundierung der präsentierten Inhalte.

Methodik und praktische Vertiefung

Ein wesentlicher Bestandteil des Treffens war die praktische Erprobung gartentherapeutischer Interventionen, die unter verschiedenen therapeutischen Schwerpunkten reflektiert wurden:

Multisensorische Aktivierung: Ein Achtsamkeitsspaziergang nutzte die biophile Atmosphäre des Geländes als Resonanzraum, um Methoden der Entschleunigung und Naturwahrnehmung für die therapeutische Praxis zu evaluieren.

Haptik und Feinmotorik in einer gezielten Intervention zur Förderung der taktilen Wahrnehmung wurden Pflanzenstrukturen in Tonmassen eingearbeitet. Diese Methode verdeutlichte das Potenzial der Arbeit mit Naturmaterialien zur Sensibilisierung der Sinnesmodalitäten.

Landart als Interaktionsmedium: Die Gestaltung einer großformatigen Netzstruktur aus Altholz und Wollfäden dekoriert mit unterschiedlichen Naturmaterialien diente nicht nur der kreativen Selbsterfahrung, sondern fungierte als Symbol für die tragfähigen Verbindungen innerhalb der Fachgruppe. Die Aktion machte die Synergieeffekte gemeinschaftlicher Gestaltungsprozesse unmittelbar sichtbar.

Kontinuität und Moderation

Die Moderation der Fachrunde übernahm Susanne Büssenschütt, die das Netzwerk bereits seit der Zeit vor der Gründung begleitet. Sie führte durch den strukturierten Dialog und moderierte den Erfahrungsaustausch.

Ausblick und Partizipation

Um die Kontinuität des fachlichen Austauschs zu gewährleisten, ist das nächste Netzwerktreffen bereits für das kommende Jahr grob terminiert. Das Netzwerk lädt alle interessierten Fachmitglieder dazu ein, aktiv Themenwünsche und Schwerpunkte einzureichen, um die kommende Veranstaltung bedarfsorientiert und praxisnah zu gestalten.

 

Verfasserin: Susanne Büssenschütt www.gartenundtherapie.de

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